PRESSEMITTEILUNG // 28. August 2007

Unterschriftenaktion des Wismarer Netzwerkes

Zur heute in der Hansestadt Wismar beginnenden Unterschriftensammlung des „Netzwerkes für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz für Wismar und Nordwestmecklenburg“ erklärt die Wismarer Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Martina Bunge:

Im statistischen Schnitt werden bundesweit Tag für Tag drei Gewalttaten registriert, die rechtsextremistisch, rassistisch oder antisemitisch motiviert sind. Das sind die offiziellen Zahlen die tatsächlichen liegen weit höher und damit auch die Zahl der Opfer. Allein von 2004 bis 2006, also binnen zwei Jahren, hat die Zahl der registrierten Straf- und Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund um 50 Prozent zugenommen.
Aber nicht nur die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wir haben es auch mit einer neuen Qualität von Rechtsextremismus zu tun. Rechtsextremismus ist heute längst nicht mehr auf schlagende Stiefelknechte zu reduzieren wie vielleicht noch vor zehn Jahren. Von der Strategie über die Programmatik bis hin zum Personal suchen Rechtsextremisten Widerhall in der Gesellschaft, und das leider mit Erfolg. Hier muss ein Stoppzeichen gesetzt werden.

Die heute in Wismar beginnende Unterschriftensammlung zum offenen Brief an den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Bürgermeisterin und die Bürgerschaft der Hansestadt ist ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage. Dies umso mehr, als es sich um eine Aktion im Konsens von 33 in Wismar tätigen Vereinen, Verbänden, Parteien und Einzelpersonen handelt.

Einen solchen Konsens braucht es auch im Land und im Bund. Neben vielen anderen Städten in der Bundesrepublik kann nun auch Wismar der Politik als Beispiel dienen.

Deshalb und weil auch ich mich persönlich zu einer neugierigen, weltoffenen Gesellschaft, in der Fremdenhass und jede Form von Gewalt und Extremismus keinen Platz haben, bekenne, unterstütze ich die Aktion mit meiner Unterschrift.

 

Unterschriftenaktion des Wismarer Netzwerkes
Pressemitteilung
vom 28. August 2007
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